Archiv

Mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V. (VDW) setzt der Paritätische NRW seit vielen Jahren innovative, gemeinschaftliche Wohnprojekte erfolgreich um. In unserem Archiv finden Sie Informationsmaterial zu gemeinsam durchgeführten regionalen Veranstaltungen.


2011 - Paritätischer fordert Nachbesserung bei Pflegegesetzen

Gespräch mit Ministerin Barbara Steffens beim Ortstermin

Wuppertal, 24.8.2011. Auf Einladung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW besuchte Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter heute die ambulant betreute Wohngemeinschaft der Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen. Der Verband hatte eingeladen, anlässlich des vom Ministerium initiierten „Masterplan Quartier“ vor Ort über zukunftsweisende Pflegekonzepte und alternative Wohnmodelle zu diskutieren. Am Rande des Ortstermins forderte der Paritätische Modifikationen der Pflegegesetze auf Landesebene.

Nachbesserung Pflegegesetz

(von links): Georg Schenkelberg (FAUNA), Hermann Zaum (Landesgeschäftsführer Paritätischer NRW), Barbara Steffens, (NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter), Markus Leßmann (MGEPA), Katharina Benner (Fachgruppenleiterin Alter und Pflege Paritätischer NRW)

„Pflegeeinrichtungen wie die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe e.V., die sich mit zukunftsweisenden Versorgungsmodellen insbesondere um demenziell veränderte Menschen kümmern, liegen uns ganz besonders am Herzen. Wir unterstützen die Position des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur stärkeren Quartiersentwicklung“, so NRW-Ministerin Steffens, die sich in Aachen einen Eindruck davon verschaffte, wie vorbildliche zeitgemäße Pflegeangebote aussehen können. Angebote, die den Pflegebedürftigen nicht aus seinem bisherigen Lebensumfeld herausreißen, sondern ihm ortsnahe, flexible, würdevolle und individuelle Hilfen leisten.

Hermann Zaum, Landesgeschäftsführer des Paritätischen NRW: „Wir begrüßen die Initiative des Ministeriums für eine stärkere Quartiersorientierung in der Versorgung älterer Menschen.“ Die Idee des Masterplans Quartier sei richtig. Nun komme es jedoch darauf an, auch die entsprechenden Voraussetzungen für sein Gelingen zu schaffen, so Zaum weiter. So gelte es beispielsweise im Zuge der aktuellen Überprüfung von Gesetzen, insbesondere dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG), sozialen Einrichtungen die nötigen Freiräume zu verschaffen, um den Quartiersgedanken auch praktisch umsetzen zu können. Denn: „Der Aufbau von alternativen, zeitgemäßen Wohnmodellen ist durch das derzeitige WTG leider ins Stocken geraten. Vom Ministerium in Düsseldorf wünschen wir uns daher eine gewisse Flexibilität bei der anstehenden Weiterentwicklung der Landesgesetze.“

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Zum Hintergrund

Der Paritätische NRW vertritt als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege rund 3.000 Mitgliedsorganisationen, darunter die Interessen von 70 ambulant betreuten Wohngemeinschaften, knapp 20 generationsübergreifenden Wohnprojekten und vielen Quartiersprojekten. Die Unterstützung zeitgemäßer Initiativen sozialer Arbeit gehört zum Profil des Verbandes.

Der Masterplan Quartier wurde am 20.5.2011 vom NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter ins Leben gerufen und befindet sich nach ersten Gesprächen mit Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wohlfahrtsverbände, der Gesundheitsbranche, der Wirtschaft, des Handwerks und der Kirchen in der Entwicklungsphase. Ziel ist das Schaffen von Rahmenbedingungen, die es älteren Menschen so lange wie möglich erlauben ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten Lebensumfeld zu führen.

Die Freie Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen „Fauna e.V.“ betreibt einen ambulanten Pflegedienst, eine Tagespflege und versorgt derzeit zwei ambulant betreuterWohngemeinschaften. Schwerpunkt und Besonderheit der Arbeit ist die Versorgung von demenziell erkrankten Menschen, direkt im eigenen Zuhause oder sehr nah am bisherigen Lebensmittelpunkt.

Das Wohn- und Teilhabegesetz ist seit 2008 in Kraft. Nach Untersuchungen des Paritätischen NRW werden mehr als die Hälfte aller ambulant betreuten WGs ins WTG eingestuft. Dadurch erfolgen zum Teil Auflagen, die den ambulanten Betrieb in jedem Fall deutlich erschweren, teilweise sogar gänzlich unmöglich machen, wie etwa eine quasi-stationäre und ambulant nicht finanzierbare Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch eine Fachkraft.

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2008

Dokumentation der dritten gemeinsam vom VdW Rheinland Westfalen und dem Paritätischen NRW durchgeführten Fachtagung am 11. November 2008 in Bochum.
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2007

Dokumentation der zweiten gemeinsam durchgeführten Fachtagung des VdW Rheinland Westfalen und des Paritätischen NRW in Verbindung mit dem Städtetag NRW und dem Deutschen Mieterbund (DMB) NRW am 7. November 2007 in Köln.
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2006

Dokumentation der ersten gemeinsamen Fachtagung von VdW Rheinland Westfalen, Paritätitischen NRW und dem Deutschen Mieterbund NRW am 14. November 2006 in Dortmund.

 

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